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Unbekannter Anrufer Print E-mail
Written by Ulli Stefan Zähringer   
Wednesday, 21 June 2006
Eine wohlhabende Arzt-Familie benötigt kurzfristig einen Babysitter. Den Job übernimmt Jill, ein Highschool-Mädchen, das ihre Handyschulden abarbeiten muss. Als sie in dem beindruckenden Anwesen an einem See angekommen ist, ahnt Jill nicht, auf was sie sich eingelassen hat.

Nachdem das Ehepaar sich verabschiedet, ist Jill dem Haus ausgesetzt. Die sehr moderne automatisierte Technik und das Inventar erschrecken Jill oft. Dann beginnt das Telefon zu klingeln, nur ein Atmen ist zu hören. Das Telefon und das Haus sind die bedrohlichen Elemente, eine sichtbare reale Bedrohung bleibt lange Zeit verborgen. Nach mehr als der Hälfte des Filmes meldet sich der mysteriöse Anrufer und fragt: “Hast du nach den Kindern gesehen?“. Allerdings erst in den letzten 20 Minuten ist der Anrufer dann mehr als nur eine Stimme am Telefon und die Handlung wird dichter.

In anderen Rezensionen wurde dieser langatmige Aufbau der Handlung und die Vorhersehbarkeit kritisiert. Der Film basiert auf „Das Grauen kommt um Zehn“ von 1979; nur die ersten 15 Minuten der Handlung wurden übernommen und auf Spielfilmlänge gebracht. Überraschungen erlebt man hier keine. Simon West, Regisseur von Tomb Raider, hat mit diesem Film kein Meisterwerk gedreht, trotzdem ist er noch sehenswert. Einen wesentlichen Beitrag dafür leistet die talentierte Schauspielerin Camille Belle (Jill). Hervorzuheben sind ebenfalls die Architektur, das Design und die Beleuchtung des Hauses, diese erzeugen im Zusammenspiel mit der durchgehend düsteren musikalischen Untermalung eine beklemmende Atmosphäre. Jeder der das Grauen gerne sanft serviert bekommt, könnte mit diesem Film glücklich werden.

Fazit:

Last Updated ( Tuesday, 27 June 2006 )
 
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