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Der Eingangsbereich mancher Massenbuchhandlung,
amüsiert er nicht hin und wieder mit der anspruchslosen Auswahl, gehen wir dann
nicht beruhigt in unsere vertraute, erlesene Buchhandlung, erfreut, bedeutende
literarische Werke zu finden. Aber halt, fallen wir hier nicht dem gleichen Trugschluß
zum Opfer, wir denken, was wir hier sehen, hat literarischen Anspruch, jedoch finden
wir dort auch oft nur den „Mainstream“ der gehobenen Literatur, weil nur
ausgelegt wird, was ausreichend Erfolg verspricht. Indizien dafür sind der
Verlag, der Autor und die Anzahl der bereits verkauften Exemplare, hinzu kommt
das Urteil von Kritikern, die wiederum das rezensieren, was nach Erfolg riecht,
was in diesem Fall bedeutet, das Buch erscheint in einem bedeutenden Verlag
und/oder der Autor hat sich bereits einen Namen gemacht.
Wie vorsichtig ist jedoch der Kritiker, wenn es darum
geht, Unbekanntes aus einem kleinen Verlag zu loben. Ein Kritiker muss Größe
besitzen, wenn er diesen Schritt bei großer Öffentlichkeit wagt, denn er wird
angreifbar. Es ist sicherer ein schlechtes Werk eines bekannten Schriftstellers
zu loben. Es kommt aber meist nicht soweit, weil dieses Werk weder schlecht
noch gut beurteilt wird, sondern überhaupt nicht. Wird ein solches Werk trotz
allem rezensiert, dann wird nicht selten mit der Beurteilung zurückgehalten oder
stattdessen das eigene Wissen zur Schau gestellt.
Wie schwer es für unbekannte Autoren sein kann, Gehör
zu finden, zeigt die Lyrik-Abteilung in Buchhandlungen. Wenn es keine Glückwunschgedichte
zum 40. Geburtstag sind, dann ist es ein Besuch auf dem Friedhof der Lyriker. Eine
neue Lyriker-Generation, wird gejammert, gibt es nicht. Aber weiß man das so
genau, wenn nur verstorbene und bereits
sehr bekannte Autoren bejubelt werden?
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