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Ein englischer Graffiti
Künstler, der seine Werke unter dem Pseudonym Banksy veröffentlicht, scheut
nicht vor extremen Mitteln, seinen Werken Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Banksy sprayt seine Graffiti
inzwischen nicht mehr nur in England, sondern verteilt sie rund um die Welt. Selbst
auf die Sicherheitsmauer, die Israel und die Palästinensergebiete trennt, hinterließ
er neun Graffitis, was selbst BBC veranlasste darüber zu berichten. Seine
Graffiti erstellt er dem Genre typisch ohne Erlaubnis. Tony Blairs Aussage, dass
Graffiti ein Verbrechen wären, trifft auch ihn. Er ist polizeilich gesucht und
die Veröffentlichung unter einem Pseudonym ist ihm schon deswegen angeraten,
aber gleichzeitig ist dies kostenlose Werbung für seine Kunst.
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Graffiti auf der Sicherheitsmauer zwischen Israel und den Pälästinensergebieten @Banksy
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Banksy ist ein „Kunst-Terrorist“
behauptete die Londoner Abendzeitung und hat damit nicht ganz unrecht. Er
sprayt seine Graffiti ungefragt und selbst ein Museumsbesuch kann bei Banksy ein
ungewöhnliches Ereignis sein. Statt die Gemälde zu betrachten, trägt er sein
eigenes Werk hinein und in einem unbeobachteten Moment befestigt er es an der Ausstellungswand.
Sein Werk wird meist erst nach einiger Zeit von dem Museumspersonal entdeckt,
solange bleibt es ein scheinbarer Teil der Ausstellung. Auf diese Weise
schmuggelte er sein Werk selbst ins Louvre und vier New Yorker Museen. In das
britische Museum platzierte er eine Steintafel mit einer Ritzzeichnung, die eine steinzeitliche Höhlenzeichnung imitiert, aber einen Einkaufwagen hinzufügt. So heißt das Werk auch: „Early Man Goes to Market“.
Banksy arbeitet beim Sprühen
mit Schablonen, jedoch findet sich in seinem Repertoire nicht nur Graffiti,
sondern auch Ölbilder und Plastiken, zu denen er vor allem bei seinen Aktionen in Museen wechselt. Die
Kunst Banksy gibt sich konsum- und systemkritisch. Banksie zeigt die Dichotomie zwischen dem etablierten Kunstbussiness und seiner eigenen Kunst, wenn er seine Werke ungewollt einer Kunstsammlung hinzufügt. Dass die etablierte Kunst ihn jedoch beginnt zu schätzen, kann ihm kaum gefallen, denn seine Aktionskunst basiert darauf, dass sie ungewollt ist. Seine Kunstwerke leben davon, dass sie sich an der Grenze der oder jenseits der Legalität befinden. Wäre Banksy Verzierung der Sicherheitsmauer eine Auftragsarbeit gewesen, hätte sie nicht auf die gleiche Weise eine Provokation sein können.
Von Banksy selbst gibt es nur
Bilder, auf denen das Gesicht nicht sichtbar ist. Er ist ein Phantom, das
allein mit seinen Werken und seiner Internetseite
präsent ist. Wer immer hinter dem Pseudonym Banksy steckt, verdient nicht
schlecht. Für ein beauftragtes Werk veranschlagt er etwa 30 000 britische Pfund.
Bücher über seine Kunst sind weitere Einnahmequellen.
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