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1987: Pirates! Freibeuter und Serienhelden Print E-mail
Written by Ulli Stefan Zähringer   
Thursday, 28 September 2006

1987. Der Amiga 500 wird auf den Markt gebracht. Zelda erscheint auf dem Nes; noch ahnt niemand, dass dies der Beginn einer Serie ist, die noch 19 Jahre später fortgesetzt wird. Der C64 gehört zwar langsam zum alten Eisen, der Amiga 500 ist ihm haushoch überlegen, aber der C64 erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit.

Auf dem C64 wird in diesem Jahr Maniac Mansion veröffentlicht, zahlreiche Umsetzungen auf andere Plattformen folgen in den kommenden Jahren. Maniac Mansion wird Kultstatus erreichen. Fans werden 2004 eine aufgemöbelte Version des Spieleklassiker als Freeware veröffentlichen. Bubble Bobble und Wizball erscheinen auf dem C-64. Auf dem Atari St kann das erste Echtzeit-Rollenspiel mit dreidimensionalen Standbildern gespielt werden. Dungeon Master ist der Titel. Das Spiel wird lange Zeit die Genre-Referenz bleiben. Es wird auf andere Plattformen umgesetzt, 1989 eine Erweiterung und 1994 einen zweiten Teil erhalten. Das Adventure Leisure Suit Larry in the Land of the Lounge Lizards, wieder der erste Teil einer Serie, erscheint auf dem Pc. 1991 bekam es eine offizielle Neufassung. Der Spielinhalt richtete sich ausschließlich an Erwachsene.

Auch Pirates erscheint 1987 für den C64. Ein Spiel von Microprose. Es wird in die Computerspielgeschichte eingehen. Adventure, Strategie und Rollenspiel, 3 Genres verbanden sich in diesem Spiel zu etwas Neuem.

Der Spieler übernimmt die Rolle eines Piratenkapitäns, plündert Schiffe und Städte, häuft Reichtum und Titel. Die Gourverneurstochter kann geheiratet werden, wer das denn will. Die Suche nach einem geheimen Schatz kann aufgenommen werden. Die Wiedervereinigung mit der verschollenen Familie kann angestrebt werden. In einer Hafenstadt kann man eine Crew anheuern, Missionen können angenommen werden, Waren verkauft und eingekauft werden.

Nach dem Verlassen des Hafens steuert man das Schiff, überfällt andere Schiffe, manchmal nach einer wilden Verfolgungsjagd. Hat man selbst das richtige Schiff und eine gute Taktik, dann kann man das andere Schiff danach plündern, schließlich versenken oder man nimmt es selbst in Besitz. Die Besatzung des gekenterten Schiffs wird vielleicht auf dem eigenen Schiff anheuern wollen. Der Spieler entscheidet über die Aufnahme.

Auch Hafenstädte sind nicht vor dem Spieler sicher. Die Stadt richtet zwar sämtliche Kanonen auf das Piratenschiff und versucht sich gegen den Spieler zu verteidigen, aber meistens wird sie dann doch geplündert.

Am Anfang des Spiels hat man die Wahl. Spielt man einen englischen, einen französischen oder spanischen Freibeuter? Man kann entscheiden, ob man eine spezielle Epoche spielen will, sechs sind vorhanden. Vier Schwierigkeitsstufen stehen zur Auswahl. Pirates! hat kein wirkliches Spielende. Man hat jedoch die Möglichkeit das Piratenleben aufzugeben, um dann möglicherweise in der Highscore Liste des Spiels zu landen.

Pirates! Wurde für viele weitere Plattformen umgesetzt. 1991 erschien Pirates! Gold, eine überarbeitete, grafisch verbesserte Version, schließlich 2004 eine zeitgemäße komplette Neuauflage mit 3d Grafik.

Last Updated ( Friday, 14 September 2007 )
 
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