Home
Hauptmenu
Home
Feuilleton
Welt&Politik
Digitale Welt
Uomo Universale
Impressum
Chat
Neue Artikel
Ghost Rider Print E-mail
Written by Ulli Stefan Zähringer   
Wednesday, 14 March 2007
Ghost Rider ist eine weitere Verfilmung eines Comics von Marvel, der in der Vorlage von einem ungewöhnlichen, aber interessanten Helden handelt. Der Protagonist, Johny Blaze, ist in der Vorlage zwar kein Bösewicht, doch er hat das Böse schmerzlich berührt und Schuld auf sich geladen hat. Durch eine Beschwörung will er mit dem Teufel einen Handel eingehen, doch in Wirklichkeit beschwört er einen Dämonen, Mephisto. An ihn verkauft Johnny seine Seele für die Heilung der Krankheit seines Stiefvaters, dieser wird auch wieder gesund, aber stirbt bei einem Motorrad-Stunt. Als der Teufel Johnnys Seele holen will, spricht Roxanne Simpson einen Bann, Johnny ist gerettet, aber Mephisto verschmilzt den Dämonen Zarathos mit Johnnys  Körper, aber dieser nun eigenen gespaltenen Persönlichkeit ist er sich zuerst nicht bewusst.

Die Verfilmung greift nicht eins zu eins auf die Vorlage zurück. Der Regisseur Mark Steven Johnson hat Änderungen vorgenommen. Die Schuld, die Johnny im Comic auf sich lädt, wird verkleinert.  Johnny Blaze (Nicolas Cage) ist im Film 17 Jahre alt, als wirklich der Teufel, Mephistopheles, kommt und ihm einen Handel vorschlägt, die Heilung des krebskranken Vaters gegen Johnnys Seele. Bevor Johnny weiß, was passiert, hat er den Vertrag mit einem Tropfen Blut unterschrieben. Das Image des Ghost Rider wird aufpoliert. Jahre später muss Johnny seine Schuld abzahlen, indem er als Kopfgeldjäger des Teufels arbeitet. So wird fortan nachts aus Johnny ein brennendes Skelett, welches Jagd auf geflohene Seelen aus der Hölle macht.

Die Besonderheit des Ghost Riders wird leider auf das normale und gewohnte Superheldenmaß geschnitten. Das Ungewöhnliche wird reduziert. Der freundlich brennende Totenschädel von nebenan lässt grüßen. Die veränderte Handlung zwang den Regisseur Mark Steven Johnson allerdings auch, etwas Neues zu schaffen, aber an allen Stellen, an jenen der Film etwas Neues schafft, ist er schlecht. Die verhinderte Liebe zwischen Roxanne Simpson (Eva Mendes) und Johnny nutzt der Regisseur als durchgehenden Plot, doch es wirkt künstlich aufgesetzt und zudem einfallslos. Mephistopheles (Peter Fonda) bleibt in seiner Darstellung eine erbärmlich lächerliche Figur. Die Mittel mit denen der Teufel dargestellt wird, von der Fratze an der Wand bis zu den ausgehenden Lampen, wirken unreif und fehl am Platz. Auch des Teufels aufrührerischer Sohn, Blackheart (Wes Bentley), der Gegenspieler von Johnny, wirkt mit seinem dämonischen Anhang, als wäre er aus der Serie Buffy ausgeliehen. Wenn Johnny im Film vor dem Spiegel steht und sich versichert, dass er den Motorrad-Stunt selbst gemacht hat, greift dies auf die in der Comic-Vorlage viel deutlichere Persönlichkeitsspaltung zurück und verliert durch die Änderung an Bedeutung oder überhaupt an Sinn, denn es verweist nur noch darauf, dass er sich darin bestärkt, es ohne die Unterstützung des Teufels getan zu haben.

Doch trotz dieser Kritik bleibt eine sehr gute Umsetzung der Figur Johny Blaze in seiner Ghost Rider Form; doch ein Film sollte mehr sein, als nur den Genuss zu bieten, einen Superhelden aus dem Marvel Universum auf der Leinwand zu sehen. Obwohl der Regisseur Mark Steven Johnson mit Daredevil sein Können gezeigt hat, scheitert er an einer kongenialen Verfilmung des Ghost Riders. Die Bewertung ist großzügig; jene, die keine Sympathien für die Marvel-Comic-Serien oder insbesondere die Figur des Ghost Riders hegen, sollten einen Wertungspunkt abziehen.

Fazit:

Last Updated ( Friday, 07 September 2007 )
 
< Prev   Next >